Die 5 Prinzipien des Shinshintoitsu Aikido

— von Christopher Curtis (Übers.: Olaf T. Schubert) —

Maui Shunshinkan Dojo auf Zoom, 12. Juni 2020

Hallo, ihr alle. Wie geht’s? Onegai shimasu

Ich hoffe ihr seid alle glücklich heute. Ich werde die Nummer 1 lesen, “Unser Motto.”

“Lasst uns den universellen Geist erfahren, der alle Wesen liebt und beschützt, und allen Dingen hilft zu wachsen und sich zu entwickeln. Die Einheit von Geist und Körper zu erkennen, und eins mit dem Universum zu sein, ist der ultimative Zweck unseres Studiums. 

Die vier grundlegenden Prinzipien zur Erfahrung der Einheit von Geist und Körper: 

1. Wir ruhen im Einen Punkt im Unterbauch.

2. Wir sind komplett entspannt.  

3. Unser Gewicht ist natürlich an der Unterseite.

4. Ki fließt unendlich in alle Richtungen.”

Heute Abend geht es in unserer Besprechung um die fünf Prinzipien des Shinshin Toitsu Aikido. Viele denken, dass es bei diesen fünf Prinzipien um Techniken geht: wie man eine Technik macht. Nun, ich gebe zu, ja, das ist so, aber auf einem sehr oberflächlichen Level. Ja, es geht darum, aber als eine Metapher. Faktisch sind alle Techniken im Aikido nur als Metaphern da und werden als solche geübt. Wenn wir nicht verstehen, dass sie nur Metaphern sind, das ist okay, aber wir bekommen dann nicht den vollen Nutzen der möglich wäre.

Okay, lasst uns ein wenig Ki-Atmung machen, und dann beginnen wir mit unserer Besprechung…

 (17 Minuten Ki-Atmung)

Lasst uns anfangen und bitten, dass Sayaka Reasoner die 5 Prinzipien des Shinshin Toitsu Aikido auf Japanisch vorliest.

(liest auf Japanisch)

Okay, vielen Dank. Ich werde wieder so wie sonst vorgehen: Ich lese jedes der 5 Prinzipien, zuerst die alte Übersetzung und dann die neue Übersetzung.

Nummer 1, alte Übersetzung: 

Ki fließt.

Nummer 1, neue Übersetzung:

Ki fließt.

Nummer 2 (alt):

Erkenne den Geist deines Gegners.

Nummer 2 (neu):

Erkenne den Geist deines Partners.

Nummer 3, (alt):

Respektiere das Ki deines Gegners.

Nummer 3, (neu):

Respektiere das Ki deines Partners.

Nummer 4, (alt):

Versetze dich an die Stelle deines Gegners.

Number 4, (new):

Versetze dich an die Stelle deines Partners.

Nummer 5, (alt):

Führe mit Vertrauen. 

Nummer 5, (neu):

Führe und bewege.

Wie ich bezüglich dieser zwei Übersetzungen schon oft gesagt habe, wer auch immer die ursprünglichen Übersetzungen gemacht hat, hat sich sehr viel Mühe gegeben sie in modernem Englisch vernünftig und anwendbar auszudrücken, damit wir sie verstehen. Das heißt diese Person hatte selbst ein Verständnis von Tohei Sensei’s Lehre und versuchte, dieses Verständnis für uns zu übersetzen. Stattdessen habe ich Sayaka gebeten es exakt zu übersetzen, Wort für Wort, damit wir Koichi Tohei Sensei’s Wörter haben, und nicht die Wörter von jemand anderem. Nun, ich gebe zu an manchen Stellen musste ich hier und da ein Wort beisteuern, ein englisches Wort, weil sonst die Übersetzung zu verwirrend geworden wäre. Aber ich meine das Ergebnis ist nun viel näher an dem was Tohei Sensei uns ursprünglich gesagt hat.

Bedenkt dabei, alles was Tohei Sensei schreibt ist sein Versuch uns rüberzubringen, uns ein Verständnis davon zu vermitteln, wie die Erfahrung ist die er hat. Weil ihm nichts anderes übrig bleibt als seine Worte zu verwenden. Natürlich hat er uns das in seiner Bewegung gezeigt, aber manchmal ist das nicht genug, weil wir nur sehen was wir sehen wollen. Also musste er auch Worte verwenden. Für mich, sind Worte alles was ich jetzt habe, wegen der Zoom Technologie. Ich kann euch diese Prinzipien nicht wirklich mit einem Partner zeigen. Aber ich denke ihr kennt sie gut, und wenn ich über sie spreche, dann werdet ihr verstehen.

Lasst uns anfangen:

“Ki fließt,” spricht natürlich für sich. “Erkenne den Geist deines Partners”: wir haben das Wort „Gegner“ zu „Partner“ geändert. Was Tohei Sensei lehrt ist Nicht-Streiten? Also, der ganze Sinn ist zu lernen wie wir mit einem anderen menschlichen Wesen umgehen, was wir hier im Dojo durch das Üben der Techniken lernen, durch das Üben von Ki-Tests und Kiatsu und Waffen und Meditation und Ki-Atmung und all die anderen Übungen die wir im Dojo machen. Sie sind alle so gestaltet, dass sie uns zeigen wie wir mit einem anderen menschlichen Wesen umgehen können. Nun, den Geist oder den geistigen Zustand dieses anderen menschlichen Wesens zu erkennen ist sehr wichtig, nicht weil wir dieses Wissen nutzen müssen um sie zu werfen, nicht weil wir dieses Wissen nutzen müssen um sie zu manipulieren oder sie auf irgendeine Weise auszunutzen. Nein. Dies zeigt uns nicht wie wir gewinnen können. Dies zeigt uns nicht wie wir ein Held sein können.

Ich habe einen Freund der Geschäftsmann ist, und jedes mal wenn ich ihn sehe erzählt er mir Geschichten über seine wundervollen Erfolge im Business; wie viel er verdient , wie er seine Gegner in diesem oder jenem Geschäft verwirrt hat. Und er sagt zu mir: „Ich mache nur dieses Aikido, richtig? Ich mache dieses Aikido das du machst, und ich bin immer der Gewinner. Ich gewinne immer.” Natürlich ist das nicht Aikido. Ich sage ihm nicht, dass das kein Aikido ist. Ich lasse ihn denken, dass das Aikido ist, weil er nicht mein Schüler ist. Er ist mein Freund, der Geschäftsmann. Er versucht nur freundlich zu mir zu sein wenn er sagt, dass das Aikido ist was er macht.

Aber, das ist ein weit verbreitetes Missverständnis in der Aikido-Welt. Was wir, als Schüler von Koichi Tohei Sensei am häufigsten von ihm gesagt bekommen haben, war „Ah, es sieht aus als wenn du diese Person werfen willst.“ Er ging im Dojo herum und beobachtete uns wie wir die Techniken ausführten, und er sagte wieder und wieder „es sieht aus als wenn ihr sie werfen wollt,“ und meinte damit „das ist euer Fehler. Ihr denkt beim Aikido geht es darum zu lernen wie man jemanden wirft.“ Das ist das gleiche was dieser Geschäftsmann tut. Das ist als wenn man denkt, wenn du einen Freund triffst, dann ist das Wichtigste dass du weißt wie man ihn zu Boden wirft, wie man ihn schlägt, wie man ihn besiegt. Das ist ein großer Fehler, denkt ihr nicht auch?

Also, diese 5 Prinzipien lehren uns wie man das nicht tut, nicht wie man das tut. Das nächste, ist genau das gleiche: „Respektiere das Ki deines Partners.“ Du kannst auch einfach sagen „Respektiere deinen Partner“. Nicht „Respektiere deinen Gegner“. „Respektiere deinen Partner.“ Respektiere die andere Person bei der du gerade bist. Erweise ihr Respekt. Respektiere sie wahrhaftig, und zeige ihr nicht nur Respekt was sie denken lässt du tust eine Sache wenn du tatsächlich etwas anderes tust. Nein, nein, das ist keine Trickserei. Es ist echt, von deinem Herzen, respektierst du sie. Dann „Versetze dich an ihre Stelle“, natürlich, das haben wir schon so oft und auf viele verschiedene Arten gehört. „Gehe eine Meile in den Schuhen dieser Person.“ Ihr wisst schon, versetzt euch an ihre Stelle damit ihr wisst wie sie sich fühlt, was ihr Standpunkt ist. Du kannst nicht einfach deinen Standpunkt jemand anderem aufdrängen. Du musst wissen was deren Standpunkt ist. Lade sie ein ihn dir darzulegen, und finde Wege wie du dich mit diesem Standpunkt harmonisieren kannst. Richtig? Der ganze Sinn ist Vereinigung. Es geht nicht darum einen Streit zu gewinnen, es geht nicht darum eine politische Position zu gewinnen, es geht nicht darum Geld zu gewinnen, es geht nicht darum über irgendjemanden zu gewinnen. Es geht darum sie überhaupt nicht zu werfen, sondern zu lernen sie in dein Leben einzuschließen. 

Jemand fragte mich mal „Worum geht es eigentlich bei diesem Aikido das du machst?“ Und ich sagte „Es geht darum wie man mit den Menschen Freundschaft schliesst.“ Und sie dachten ich würde sie veralbern. Oder vielleicht dachten sie auch ich sei verrückt. „Das ist doch keine Kampfkunst: ‚Wie man Freundschaft schliesst?‘ Was wenn der Feind kommt? Dann musst du ihn töten, oder?“ Genau das ist es warum die Welt ist wie sie ist, weil die Menschen einen kämpfenden Geist haben. Die Menschen haben einen manipulierenden, einen aggressiven Geist.

Schaut, ich werde was vorlesen. Bitte vergebt mir, aber ich möchte das hier erwähnen – es ist sehr kurz – und ich möchte das in diese Besprechung einbauen: 

Wir sagen im Shinshin Toitsu Aikido, dass es 3 grundlegende Arten gibt wie ein Mensch auf Herausforderungen aller Art reagiert oder damit umgeht. Ich nenne sie“Optionen”. Option A: Wir reagieren mit Power, nutzen Mittel wie Kraft, Manipulation, Geld, Wissen, Technik, etc. um zu bekommen was wir meinen zu brauchen, oder zu verdienen, oder ein Recht darauf zu haben. Das kann eine Reaktion sein auf eine Person, ein Land, eine Gemeinschaft, irgendeine Form von Regierung, sogar auf Anarchie, Tiere, das Wetter, Berge, Flüsse und Wälder. (Ich könnte das beliebig fortsetzen). Option B: Wir reagieren mit Trägheit und Ignoranz, hoffend, oft sogar betend, dass jemand anderes vorbei kommt und die Schwierigkeiten für uns löst; oder einfach nicht bemerkend, dass dort überhaupt ein Problem existiert. Und schliesslich, Option C: Anstatt zu reagieren, kümmern wir uns darum indem wir aufrecht stehen und uns verbinden – ohne irgendeine Absicht in unserem Geist. Stehen wie ein Berg und handeln ohne irgendwelche Wünsche, Bedürfnisse, Anforderungen oder Erwartungen. Auf diese Weise erlauben wir es dem Nicht-Getrennt-Sein zu existieren wie es das tatsächlich sowieso schon tut, ohne uns zu bemühen irgendeine andere Person von unserem Bedürfnis zu überzeugen, dass auch sie das erkennen muss.

Okay. Danke dass ich das vorlesen durfte. Wir alle haben schon oft Option A, B und C geübt. Wenn ihr schon auf einem Seminar mit Shinichi Tohei Sensei wart, dann wisst ihr dass er das auch oft behandelt, und Koichi Tohei Sensei hat das ebenso unterrichtet. Denn im Grunde machen die meisten von uns im Aikido, wenn wir unsere Techniken üben, dann machen wir A, B, oder irgendeine Kombination aus A und B. Es ist sehr schwierig dahin zu kommen C zu machen. Diese Sache sich direkt und ohne Intention zu verbinden ist schwer zu verstehen, zu erfahren. Wir mögen in der Lage sein es konzeptionell zu denken, was gut ist, aber wir müssen auch in der Lage sein es durch den Körper geschehen zu lassen. Wir wollen sie nicht werfen, wir wollen nicht über sie siegen, und wir wollen sie nicht manipulieren. Das ist es was diese 5 Prinzipien von uns fordern hinter uns zu lassen.

Nummer 5 ist “Führe und bewege.” Das ist alles. Es wurde ursprünglich übersetzt mit „Führe mit Vertrauen.“ Das ist auch gut, sehr gut. Aber es klingt etwas mehr wie eine Aufforderung, und weniger wie eine Beschreibung. Die Prinzipien sind Beschreibungen wie du sein wirst wenn du tatsächlich Shinshin Toitsu Aikido praktizierst, Aikido mit dem Geist-Körper als Einheit, und nicht etwas das du „tun solltest“.  Wenn wir Aikido in Geist-Körper-Einheit praktizieren, dann ist es das was wir machen werden wenn wir Techniken ausführen. Es ist nicht was wir tun sollten. Das ist eine ziemlich andere Art das auszudrücken. Das ist eine Beschreibung, keine Verordnung.

Eins von Suzuki Sensei’s beliebtesten Worten war „osaeru“, das er von Tohei Sensei hatte. Ihr hört dieses Wort heutzutage nicht mehr so oft, oder? Ich benutze es oft im Dojo, aber die meisten im Aikido benutzen es kaum. Osaeru bedeutet „halten” oder „einhüllen” oder „einfangen”, aber ich sehe es gerne als „einschliessen”. Wenn jemand vor dir steht mit der Absicht dich irgendwie anzugreifen, dann sagt Tohei Sensei du „osaeru-st ihn. Osaeru. Du umarmst ihn. Du schliesst ihn ein. Du hüllst ihn ein, so dass er Teil deiner Erfahrungswelt ist. Wenn wir sagen „Ki fließt” dann geschieht genau das, bevor irgendetwas anderes geschieht. Und dann kommen diese anderen 4 Prinzipien: „Erkenne den Geist deines Partners. Respektiere das Ki deines Partners. Versetze dich an die Stelle deines Partners. Und handle.“ Aber diese Dinge geschehen nicht so immer der Reihe nach. Vielleicht wenn du Kaisho übst, richtig? Am Anfang von Aikido-Bewegungen magst du dich durch sie so hindurch anleiten, zum Beispiel wenn du Katatedori Kokyunage Tenkan machst, dann machst du Tenkan undo, und kommst so rein (zeigt die tenkan-Bewegung mit dem Arm). Also vielleicht dehnst du Ki aus, du erkennst den Geist deines Partners, du respektierst das Ki deines Partners, du versetzt dich an die Stelle deines Partners, und dann führst und bewegst du. Nun in Kaisho machst du das vielleicht so. Aber spätestens wenn du dann Sosho machst ist es unmittelbar geworden. Osaeru ist im Grunde alle 5 Prinzipien. Osaeru bedeutet es „ist beendet bevor es anfängt“. O Sensei sagte – Ueshiba Sensei, der Gründer des Aikido sagte – „Bevor du mich angreifst bist du schon besiegt!“ Was im Grunde heißt, „Weil du daran denkst mich anzugreifen, ist genau das dein Untergang.“ Also, wenn ich einfach natürlich bin, wenn ich einfach ohne eine Absicht hier stehe, aber du hast eine Absicht, dann ist es um dich geschehen, dann gehst du unter durch dein eigenes Tun. Das ist die Bedeutung des Aikido, nicht das Gewinnen. Nicht über jemand anderen siegen. Es ist sehr demütig.

Also, die 5 Prinzipien geschehen im selben Augenblick. Sie geschehen nicht in einer Zeitspanne die wir in Sekunden messen könnten. Es ist ein Erkennen. Wenn jemand im Supermarkt auf dich zukommt, wenn jemand im Dojo auf dich zukommt, oder jemand kommt am Strand auf dich zu, oder jemand kommt in deiner Nachbarschaft auf dich zu, in dem Augenblick in dem du sie bemerkst – osaeru. In dem Augenblick in dem du sie bemerkst, sind sie automatisch eingeschlossen. Es ist also nicht etwas das du tust. Am Anfang, ja, da übst du das zu tun, das ist Kaisho, aber sobald du dieses Prinzip der Beziehung verstehst, in dem Augenblick in dem du jemandes Präsenz erkennst, dieses Erkennen muss all-umfassend sein, muss nicht-streitend sein, muss nicht-kämpfend sein. Das ist es was uns diese Prinzipien sagen.

Okay, das ist vielleicht genug, und ihr wollt etwas sagen.

Schüler: Hallo Sensei. Dankeschön. Ja, sie in unsere Erfahrung einschließen. In der letzten Stunde hast du davon gesprochen, wenn wir uns als Subjekt sehen und die Welt als Objekt, dann sind wir durch, es ist es mit uns vorbei, wir können den Onepoint nicht bewahren. Also das ist nicht was wir tun sollen. Wir sollten einschließen, wir sollten umarmen, wir sollten eins sein. Aber, weißt du, das ist nicht so leicht, nicht so einfach getan, oder? Wir können das sagen, aber mein Problem ist dass ich es so nicht erfahre. Nun, ich mache die Praxis, und dennoch kommt der kämpfende Geist hoch, und Subjekt-Objekt kommt ständig hoch. Also das ist was ich dazu sagen kann. Es ist so, wie du es sagst klingt es so leicht und einfach, und dennoch – so steht es mit mir.

Nun, danke. Entschuldige wenn ich es leicht erscheinen lasse, es ist nicht leicht. Du hast recht, es ist sehr, sehr schwierig. Dogen… ich weiß nicht genau vor wie vielen Jahren Dogen gelebt hat, aber es ist ziemlich lange her. Er sagte, die älteste Täuschung der Menschheit ist, dass da man selbst ist und die anderen. Das ist so, okay? Nun, Tohei  Sensei’s Lehre basiert darauf, diese Täuschung zu transzendieren. Das ist es was Tohei Sensei meint wenn er sagt „Der Zweck unserer Praxis ist es, eins mit dem Universum zu sein.“ Natürlich sind die Japaner sehr liberal in ihrer religiösen Praxis. Selbst im gleichen Haushalt verehren sie vielleicht Buddha und folgen dennoch auch dem Shinto. Selbst im Aikido haben wir viele Einflüsse aus dem Buddhismus, aber haben auch viele Einflüsse aus dem Shintoismus, und die beiden leben sehr komfortabel zusammen. Da ist kein Problem oder Widerspruch, weil es das grundlegende Prinzip beider Wege ist, dass wir alle unter dieser Täuschung leiden, dass es da uns selbst und die anderen gibt. Natürlich, wir haben an diese Theorie vom Getrenntsein geglaubt seit wir geboren wurden, und jedes menschliche Wesen dem wir begegnen leidet an der selben Idee, und wir alle packen diese Interpretation unserer sensorischen Daten in unser Unterbewusstsein, wieder und wieder und wieder, und immer wieder. Weißt du, ich denke so lange wir leben bleibt diese Problematik in unserem Dasein. Tatsächlich denke ich, auf eine Art muss sie sogar in uns bleiben, denn schließlich müssen wir ja noch in der Lage sein, abends unseren Weg nach hause zu finden, oder? Also, beide Welten gleichzeitig zu sehen ist entscheidend. 

Ich will damit nicht sagen, dass das „falsch“ ist, okay? Es ist eine Täuschung. Aber unter einer Täuschung zu leiden macht dich nicht falsch oder schlecht. Eine Täuschung ist nur eine Täuschung. Es ist ein Missverständnis; es ist wie alles auf einen Haufen zu werfen. Und die Realität ist überhaupt nicht so. Wir müssen in der Lage sein, in der dualen relativen Welt (zum Beispiel abends nach hause zu finden) und in der nicht-dualen absoluten Welt (sehen, dass man nirgendwo hingehen kann) zu leben, in beiden gleichzeitig. Also die Einheit erkennen und erfahren, aber ebenso erkennen, dass da eine andere Person ist die versucht dich zu treten oder zu schlagen oder zu halten. Wir leugnen nicht dass das geschieht. Die älteste Täuschung ist Subjekt/Objekt, ja, das stimmt. Aber so lange du in einem Körper bist musst du respektieren, dass du für diesen Körper verantwortlich bist. Das ist Teil des Respektierens des Ki des Partners, dich selbst und die andere Person zu respektieren. Wir haben gewählt hier in diesem Körper zu sein und dies zu tun, also müssen wir auch die Verantwortung für diese Wahl übernehmen.

Und zur selben Zeit bist du das Zentrum des Universums, und das Universum besteht aus allen und allem, aus der ganzen Natur, und allen Menschen. Du bist das Zentrum davon, für dich. Wie kann das wahr sein? Nun, ich kann es dir sagen. Ich kann es mit Worten wie diesen sagen. Du hörst mich das immer sagen. Aber natürlich muss jeder von uns nach und nach dahin kommen, auf immer tiefere Weise, es annehmen, es erkennen, es würdigen, dafür dankbar sein.

Wenn du konditioniert bist immer gewinnen zu müssen, dann ist das ein natürlicher Impuls. Es ist nur so, wenn du es oft genug tust so dass du erkennst dass es nicht funktioniert, letztendlich, dann weißt du warum Aikido funktioniert, weil es Nicht-Streiten ist. Es ist nicht zu kämpfen, nicht etwas zu erreichen, es ist leer ohne Bedürfnisse, ohne Anforderungen, ohne Erwartungen. Es ist einfach mit einer anderen Person da zu sein. Es ist wie mit deinem Freund zu sein, einfach hier mit deinem Freund zu sitzen ohne etwas zu sagen. Deswegen habe ich gesagt, Aikido Praxis ist wie man ein Freund ist. Lerne ein Freund zu sein! Als ich mit Aikido anfing, wusste ich nicht wie ich für irgendjemanden ein Freund sein konnte. Ich hatte keine Ahnung davon. Ich habe nur alles für mich gesammelt, von allen erntend was ich brauchte. Ein Freund zu sein heißt, wie man jemand anderen unterstützt, wie man ihm zuhört.

Schüler: Vielen Dank, Sensei. Ich habe damit große Schwierigkeiten, wie Carlos Boyer Sensei sagte, es klingt so einfach. Ich habe mit Aikido angefangen um unbesiegbar zu werden, Sensei. Als ich jung war, wollte ich unbesiegbar werden, also haben ich angefangen Kampfkünste zu trainieren, und ich wachte wirklich frustriert auf, als du beim letzten Besuch in Europa darüber gesprochen hast wie Tohei Sensei einmal sagte „Aikido ist keine Kampfkunst“. Und nun habe ich keine Ahnung wohin das tun soll. Ich liebe diese Zoom Stunden, weil das wirklich separat ist vom Üben der Techniken, vom Trainieren wie man unbesiegbar werden kann, um tatsächlich zu erkennen, dass das Training etwas Anderes ist. Aber sobald wir wieder anfangen Techniken zu üben, kommt diese Kampfkunst-Ideen wieder hoch: wie wirft man den Partner, wie besiegt man den Partner, und so weiter. Also in der Trennung der Übungsstunden ist das klar, aber sobald wir wieder anfangen Techniken zu üben kommt diese Sache mit der Kampfkunst hoch.

Du bist sehr jung, sehr jung. Du bist ein junger Mann, also erwarte nicht ein alter Mann zu sein wenn du ein junger Mann bist. Sei dankbar, dass du ein junger Mann bist und diese Probleme hast. (Nein, ernsthaft, auch alte Menschen haben diese Probleme) Aber ich empfinde das einfach nicht, wenn ich dich darüber sprechen höre, ich empfinde das nicht als Problem. Ich empfinde das nicht wie du, wenn du sagst „das ist ein Problem“. Ich denke das nicht, ich denke das nicht. Ich denke das Universum wirkt in dir, genau wie es das mit mir und jeder anderen Person tut, auf die Art wie du es zulässt. Natürlich, diese Art von Unterricht wie wir ihn jetzt haben ist sehr hilfreich, weil wir es sehr direkt angehen, wir sprechen sehr direkt darüber, wir stellen uns dem direkt. Wenn wir viele Techniken machen, dann ignorieren wir so ziemlich diesen Teil davon. Aber genau das ist warum Tohei Sensei immer zuerst eine Ki Stunde und dann die Aikido Stunde haben wollte, weil er weiß dass das ganz natürlich ist: über die Technik nachzudenken, über die Körper-Dynamik und wie man wirft und wie man bewegt, wie schön das ist, und wie viel Spaß das macht! Das ist alles toll, es ist okay. Nur vergiss die Ki Stunde nicht.

Nun du teilst das, und während du das mit anderen teilst siehst du deine eigenen Unzulänglichkeiten. Das ist für uns alle so. Wenn wir unterrichten, sehen wir unsere eigenen Unzulänglichkeiten. Das ist der Grund warum jeder so viel lernt wenn er ein Lehrer ist, so viel schneller als wenn du nur ein Schüler bist. Wenn du ein Lehrer bist, geht das in Overdrive, weißt du, es fängt an wirklich ernsthaft zu werden, weil du wahrnimmst, weil du diese Dinge sagen musst. Wenn du diese Dinge erst mal 20, 30 oder 40 Jahre gesagt hast, und all die Jahre geübt hast, dann fangen die Dinge an sich zu verändern. Vertrau mir, sie werden anfangen sich zu verändern, sie verändern sich bereits, ich kenne dich. Ich kenne dich nun seit 20 Jahren? Vielleicht länger als das, aber ich meine dich gut kennen, seit 20 Jahren. Du bist nicht die gleiche Person die du vor 20 Jahren warst.

Das ist ziemlich persönlich, aber es gilt in der Tat für alle. Jeder ist in diesem Prozess. Du solltest dich niemals mit einer anderen Person vergleichen, denn das ist sinnlos, das hat einfach mit gar nichts was zu tun. Du bist das Zentrum deines Universums, du bist das Zentrum des Universums das du bewohnst, und alles was du siehst ist eine Reflexion deiner Konditionierung. Es ist dein Spiegelbild. Und so sind wir die ganze Zeit von uns selbst umgeben, und was wir sehen ist was wir denken wie die Dinge sind. Wir erkennen die Dinge auf diese Art, auf die Art wie unser Unterbewusstsein trainiert wurde. Also ist es ganz natürlich, dass das Zeit braucht. Tohei Sensei gibt uns immer dieses Beispiel, einen Tropfen Wasser in eine Schale mit Tee zu geben. Es braucht viele viele viele Tropfen. Und wenn du darüber nachdenkst, sie wird niemals klar. Selbst wenn sie völlig klar aussieht, ist sie niemals wirklich klar. Es ist immer noch Tee darin. Das ist es was ich meine wenn ich sage, solange du lebst wird das hier sein. Es ist hier für jeden von uns, immer. Wir haben nur so ein Glück dass wir diese Praxis haben, denn die meisten Menschen haben so etwas nicht. Okay?

Schüler: Sensei, ich komme aus einem militärischen Werdegang, und im Militär, was mich so fasziniert hat war dass wir so waren „geh ran und zerstöre“, was dann sich dann für mich umgewandelt hat „unterwerfen und kontrollieren“, was mir wirklich gefiel. Das war für mich super attraktiv am Aikido. Also, ursprünglich war ich so „Lasst uns sie einfach töten.“ Und dann habe ich mich weiterentwickelt zu „Nein, lasst uns sie einfach kontrollieren, weil sie nicht wissen was sie tun.“ Dieses Training spricht mich an weil ich komplett verblendet war, und ich nicht verstand. Ich habe die Prinzipien verbogen so wie ich sie sehen wollte. Und immer wieder erwische ich mich dabei wie ich schaue „Nun, tatsächlich kann ich das so interpretieren.“ Weißt du, es ist einfach jeden Tag ein andauerndes Ringen damit. Und wenn ich mir die Prinzipien anschaue, nur die über die wir heute sprechen – die Aikido Prinzipien – und natürlich sprechen wir nicht von Techniken. Aber, ich kann dir sagen, ich kann es so unterrichten und darin wirklich gut sein. Und dennoch ist es jeden Tag einfach eine Anstrengung für mich. 

Okay, also drei Leute erzählen mir im Grunde das gleiche. Und ich muss es wiederholen, das ist kein Problem. Das ist genau der Prozess. Jeder – ob er Militär war oder nicht – jeder wächst in dieser Welt auf mit einem Gefühl der Trennung zwischen sich selbst und allen anderen. Und alle Techniken dieser Welt sehen für jemanden der getrennt ist aus wie ein Weg diese anderen Menschen zu dominieren und zu kontrollieren, damit die nicht mich dominieren und kontrollieren. Richtig? Auf diese Art sieht das jeder.  Auf diese Art wird das in all den Büchern und Filmen und Zeitungen und im Fernsehen dargestellt. Also, wir haben viel Gesellschaft. Die ganze Welt ist so. Richtig? Es ist ganz einfach, natürlich, denn jeder wächst so auf, und deshalb müssen wir alle damit fertigwerden, also sind wir alle in dem einen oder anderen Stadium in diesen Prozess involviert. Aber nochmal, es ist kein Vergleich, es ist kein Wettbewerb um zu sehen wer auf einem höheren Niveau ist. So ist das nicht, denn es ist in Wirklichkeit weniger höher als es eher anders ist. Denn wir haben alle so verschiedene Hintergründe und hatten so verschiedene Dinge die in unser Unterbewusstsein gelangt sind, so dass was aus uns heraussprudelt zwar vielleicht prinzipiell das Gleiche ist, aber es aus komplett anderen Mischungen von Umständen kreiert wurde, die dafür sorgten dass das Prinzip durch uns hindurch zum Tragen kam. Und wenn wir Aikido üben, dann müssen wir diese Dinge für uns selbst bemerken, denn wie du sagtest, wir verbiegen die Prinzipien so, dass sie zu unserer Art die Welt zu sehen passen. Und wir müssen das dann bemerken wenn wir das tun, dass wir die Dinge so sehen. Manchmal schmerzt das, und manchmal ist es einfach nur verwirrend. Und wenn es schmerzhaft oder verwirrend ist, dann einfach osaeru. Wir umarmen es einfach. Wir sitzen einfach damit. Wir müssen Geduld und Dankbarkeit lernen. Und so können wir dann alle auf eine sehr starke und nützliche Art weitermachen. 

Hat irgendjemand diesbezüglich eine Frage die er stellen möchte? Wenn ihr eine Frage habt, dann sagt bitte etwas. 

Schüler: Hallo, Sensei. Hallo, an alle. Die heutige Unterhaltung hat mich darauf gebracht, dass es sehr leicht ist zu vergessen dass Ki Aikido ein sehr scharfes Instrument ist: wie man die Aggression von jemand in einen Zustand der Nicht-Aggression verwandelt. Wenn meine Erinnerung nicht trügt, dann sagte O Sensei, Morihei Ueshiba, dass es wichtig ist wenn jemand jemanden schlägt, dass dann die Aggression in der anderen Person bleiben muss. Auf diese Art verwandelt Aikido Aggression in einen Zustand der Nicht-Aggression. Eine der ersten Sachen die in einem Buch von Koichi Tohei las, war dass schon eine Technik des Ki Aikido eine Person töten kann. Daher denke ich ist es wichtig sich im täglichen Leben daran zu erinnern wie zerbrechlich die Menschen tatsächlich sind. In Russland traf ich einmal einen Sensei der Daito Ryu unterrichtet, und wie du weißt hatte O Sensei ebenfalls Daito Ryu praktiziert. Daito Ryu hat ziemlich ähnliche Techniken wie das Aikido, aber die Techniken wirken auf den Angreifer extrem aggressiv. Sie bestrafen, wirklich bestrafen den Angreifer. Also dieser Sensei sagte mir, dass wir dieses Ki Aikido machen um sicherzustellen nicht ins Gefängnis zu kommen. Zum Beispiel, wenn man bedenkt dass man dieses oder jenes mit dieser Person machen kann, und als Resultat davon fällt er auf den Boden, schlägt mit dem Kopf auf einem Stein auf und stirbt. Was tut man dann mit diesem Problem? Nun ist es zu spät es zu lösen. 

Und Ki Aikido gibt uns ein Instrument das wir nutzen können um so eine Situation zu vermeiden, um zu wachsen und die Welt zu verstehen. 

Okay. Hast du da eine Frage? Das ist sehr schön, wovon du sprichst. Ja, Aikido bietet das, aber wie genau tut es das? Lass mich dir hier eine kurze Geschichte erzählen. Meine Tochter ist mit einem Brasilianer aus Rio de Janeiro verheiratet. Und als er nach Hawaii immigriert ist, kam er mit seinen zwei besten Freunden. Der eine unterrichtet Capoeira und der andere unterrichtet Brazilian Jiu Jitsu. Der Jiu Jitsu Mensch ist groß. Er ist einige Zoll größer als ich und breiter als ich und viel stärker als ich. Aber ich bin achter Dan im Aikido. Sie sind noch nicht achter Dan, und deshalb sind sie sehr neugierig: Was geht hier ab? Warum spreche ich nicht über Aikido? (Alles worüber sie sprechen ist Jiu Jitsu und Capoeira) 

Also eines abends sitzen wir auf meiner Terrasse und der Jiu Jitsu Mensch steht auf und sagt „Nun, was würdest du tun? Ich kann ganz leicht, weißt du… Jiu Jitsu hat viel Power.“  Und dieser Typ ist sehr kraftvoll. „Was würdest du tun wenn ich dich fassen würde?“ Und ich sagte „Darf ich aufstehen?“ Und er, „Ja”. Wir sind einfach in unseren Straßenklamotten auf der Terrasse. Ich ging zu ihm rüber, und stellte mich sehr sehr dicht zu ihm. Ich legte meinen Körper so an seinen, so dass sein Gesicht genau hier war, sehr dicht. Wir blieben einfach so für einen Moment oder zwei. Und dann sagte er „Oh. Okay, ich verstehe. Vielen Dank“, und setzte sich hin. Das ist es wovon du sprichst, oder? Aber es ist keine Frage von sanfter oder starker Technik. Es braucht überhaupt keine Technik, oder?

Schüler: Aber ich meinte sich zu erinnern wie fragil Menschen sind ist eine gute Methode um das Prinzip zu verstehen wie man das Ki des Partners respektiert.

Daran denken sich zu erinnern wie zerbrechlich Menschen sind. Ja, dem stimme ich zu. 

Schüler: Ja, und so die anderen und sich selbst respektieren. 

Okay, vielen Dank.

Schüler: Ich habe eine Frage, Sensei. Ich werde versuchen mich kurz zu fassen. Ich fand es schön zu hören was du über das Konzept von osaeru gesagt hast, und was für einen Bezug das zu den Prinzipien hat über die wir heute gesprochen haben. Aber eine Sache die für mich immer noch eine Herausforderung ist, und für andere vielleicht auch, ist dass wir derzeit nicht persönlich miteinander trainieren. Und für viele von uns ist es vielleicht viel schwieriger sich zu verbinden und diese Verbindung mit der anderen Person oder der Gruppe zu spüren, so wie wir es jetzt gerade tun. Hast du irgendeinen praktischen Rat wie man dieses Gefühl von osaeru trotzdem mit dem Partner erfahren kann, auch wenn man sich nicht gegenüber steht sondern über einen Bildschirm interagiert.

Vielen Dank. Das ist eine gute Frage. Ich sagte, wenn du die Präsenz von jemand anderem erkennst, dann geschieht osaeru automatisch. Es ist so, dass all diese Prinzipien, so sagte ich, unmittelbar da sind. Es wird „Erkennen“ genannt. Aber was erkennt was? Nun, ich denke selbst wenn wir hier so auf Zoom sind, wenn ich dich erkenne, dann ist das nicht nur „Oh, da ist Ilima.“ Nun, es ist so, ich erkenne „Ilima“. Aber der ganze andere Teil meines Trainings, der ganze andere Teil meines Lebens, kommt auch sofort hoch. Also bin ich präsent, achtsam und höre zu, und das ist osaeru.

Als wir mit diesen Zoom Stunden anfingen, erzählte mir jemand er hätte seinen Lehrer gefragt ob er sich mit mir auf Zoom treffen könne, und der Lehrer hat ihm davon abgeraten, weil es auf dem Computer ist. Nun, ich stimme dem nicht zu. Damals dachte ich das könnte eventuell so sein. Aber jetzt empfinde ich das – empfindet ihr das nicht auch, einige von euch? – als ziemlich verbunden. Ich empfinde sehr stark dass du hier mit mir präsent bist. Ich erkenne dein Ki. Ich kann genau jetzt diese 5 Prinzipien mit dir praktizieren, obwohl es so ein Technik-Ding ist, obwohl es Zoom ist. Es gibt Nachteile. Ich wäre lieber um Dojo um so etwas wie diese 5 Prinzipien zu unterrichten, wie Tracy sagte, weil es viel Spaß macht sie als physische Technik zu üben. Wir können nur einfach gerade nicht tun. Hilft das?

Schüler:  Vielen Dank, Sensei.

Nun, jeder sagt es ist wirklich schwierig. Ja, es ist wirklich schwierig, aber zum Glück können wir es üben. Wenn es nicht schwierig wäre, dann wäre es nicht wert es zu üben, oder? Wir widmen dem unser ganzes Leben wegen diesem Wert. Und es verändert uns grundlegend als menschliche Wesen. Und je älter du wirst und um so mehr du übst, um so mehr erkennst du wie machtvoll und transformierend diese Art von Praxis ist. Und ich bin wirklich froh jedes mal wenn ich dich zu dieser Stunde kommen sehe, jedes mal wenn ich dich hier erkenne. Also, vielen Dank für’s Kommen.

Kann ich noch eine Sache sagen bevor ich gehe? Heute habe ich angekündigt – vielleicht haben es einige von euch gehört, einige vielleicht noch nicht – wir werden unser  Shunshinkan Maui Dojo in der ersten Juli-Woche wieder öffnen. Also, von da an werden werden wir Tracy Reasoner Sensei’s Montagabend Stunde zum Trainingshandbuch auf Zoom fortführen, und wir werden diese Stunde hier weiterführen, die Freitagabend Stunde mit der Gruppenbesprechung. Aber ab Juli werde ich die Mittwochabend Meditation und die Sonntagmorgen Meditation und das Waffentraining wieder im dojo machen, denn ich denke ich schulde das den Maui Schülern. Wir müssen im Dojo trainieren. Also werden wir damit anfangen. Von da an wird es nur zwei Zoom Stunden pro Woche geben, Montag und Freitag, Tracy am Montag, und ich am Freitag. Ich hoffe das ist in Ordnung mit euch, und ihr könnt euch darauf einstellen. Ich werde euch daran erinnern wenn es Zeit ist für diese Änderung.

Ich möchte euch noch einmal danken. Domo arigato gozaimashita.  

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